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Atlantic Sail City in Bremerhaven / Green Nudging an der Wesermündung

200009

Nachhaltig arbeiten wollen alle, aber der lange Atem, um wirklich etwas zu verändern, fehlt den meisten Gastronomen und Hoteliers – leider. Anders ist es beim Atlantic Hotel Sail City in Bremerhaven. Seit 2014 haben die Nordlichter Schritt für Schritt alle Betriebsabläufe so umgestellt, dass es heute kaum noch etwas zu verbessern gibt. Dran bleiben sie unter Leitung des Hoteldirektors Tim Oberdiek trotzdem > Den Anstoß zur „grünen Transformation“, wie es Tim Oberdiek ausdrückt, gab vor knapp sechs Jahren ein Schulprojekt von Bremerhavener Schülern. Die Jugendlichen vereinbarten damals einen Generationenvertrag mit der Hoteldirektion, in dem genau festgehalten wurde, was sich zu ändern hatte. Daran halten sich die Bremerhavener bis heute – und gehen sogar noch weiter. Zuerst wurde eine abteilungenübergreifende Nachhaltigkeitsdelegation, das sogenannte „Green Team“, gegründet. Die Kollegen entwickelten gemeinsam konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Ausrichtung des Atlantic. Grundpfeiler der Nachhaltigkeitsstrategie sind die drei Säulen Soziales, Ökologie und Ökonomie. ... Wirtschaftlicher Erfolg durch nachhaltige Ausrichtung: Auch kleine Maßnahmen können Großes bewirken. So nutzt das Housekeeping-Team bei der Reinigung der Zimmer umweltschonende Reinigungsmittel. Statt Chemikalien kommen probiotische Mikroorganismen zum Einsatz. Außerdem wurden alle Bereiche des 120-Zimmer-Betriebes auf Energieeffizienz überprüft, die Lampen auf LEDs umgestellt – was alleine eine Ersparnis von 110.000 Kilowattstunden brachte – und in diesem Zuge auch die technischen Geräte sukzessiv gegen energiesparende Modelle ausgetauscht. Apropos Energie und Strom: Das zum Hotel gehörige Restaurant fügt sich nicht nur aufgrund seines Namens „Strom“ perfekt ins Konzept ein. Der ressourcenschonende Einsatz von Lebensmitteln ist das Steckenpferd von Küchenchef Dominik Flettner. ... Gäste brauchen „Anschubser“: Das neueste Projekt, das Oberdiek und Flettern vor einigen Monaten angegangen sind, nennen sie „Green Nudging“ (dt. „Anschubser“). Hierbei geht es ebenfalls darum, die Gäste für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren und zu prüfen, wie viel Engagement nötig ist, damit beispielsweise CO2-arme Gerichte bestellt werden. „Im ersten Monat setzen wir klimaschonende Gerichte ohne Auslobung auf die Karte und werten aus, wie oft sie bestellt wurden“, erklärt der Küchenchef. ... ff