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Aufgetischt: Bürokratieabbau

200013

Wenn Unternehmen aktuell sauer sind, kann ich das gut verstehen. Allerorten - und gerade jetzt im Wahlkampf - wird vom Bürokratieabbau gesprochen, ist die Rede davon, dass wir weniger Gesetze und Verordnungen, weniger Dokumentationen und Überprüfung vorschriften brauchen. Eine gute Idee; denn genau das ist es doch, was in vielen Bereichen die Wirtschaft hemmt, was Kräfte bindet und Zeit raubt - Energie, die für andere Dinge, insbesondere das Wohl der Gäste, mit Sicherheit besser eingesetzt wäre. Und genau in diese Zeit fallen einige Meldungen, die wieder einmal zeigen, dass zwischen dem (politischen) Anspruch und der (verwaltungstechnischen) Realität drastische Unterschiede klaffen: Am 1. August ist die neue Gewerbeabfallverordnung in Kraft getreten. Nicht nur, dass jetzt auch Holz und Textilien getrennt entsorgt werden müssen, nein, es muss auch die Müllentsorgung und deren Rechtmäßigkeit dokumentiert werden. Oder die Acrylamidverordnung: Das neue EU-Regelwerk sieht zusätzliche Dokumentations-, Probe- und Analysepflichten für das Gastgewerbe vor, wenn Kartoffel- oder Getreideerzeugnisse stark erhitzt werden, also zum Beispiel bei der Produktion von Pommes frites. Jetzt muss auch noch die Temperatur des Fettes in der Fritteuse dokumentiert und aufgezeichnet werden! ...ff