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Bin enttäuscht, dass wir uns nicht als Einheit präsentieren / Hotelier Marcus Fränkle über das Auftreten gegenüber der Politik

200013

Im Interview spricht Marcus Fränkle, Inhaber und Geschäftsleiter des renommierten Design- und Tagungshotels Der Blaue Reiter in Karlsruhe, über die Corona-Krise, ihre Folgen für das Business, Lobby-Arbeit und seine Hotelberatung > Herr Fränkle, wie lange können Hoteliers noch auf Gäste verzichten, ohne aufgeben zu müssen? Das hängt davon ab, wie groß die Rücklagen eines Unternehmens sind und welche Versicherungsverträge abgeschlossen wurden. Wir können ohne Kredit noch ein bis maximal eineinhalb Monate durchhalten. Ich hoffe, dass sich der Markt nach einer Öffnung schrittweise erholt. Wir alle müssen lernen, mit der Angst vor dem Virus umzugehen. Das wird eine ganze Zeit dauern, in der unser Geschäft natürlich stark beeinträchtigt bleibt. Menschen verdrängen negative Dinge allerdings relativ schnell. Sobald das Thema Corona nicht mehr so präsent ist, wird das Business sukzessive anziehen. ... Sie führen nicht nur die Geschäfte vom „Blauen Reiter", sondern beraten auch andere Hoteliers. Inwieweit wird die Krise die Schwerpunkte der Beratung verlagern? Was wir aus unseren Fehlern in der Krise lernen, zum Beispiel die ungenügende Versicherungsdeckung, das mangelhafte Auftreten gegenüber der Politik und unsere Versäumnisse im Bereich Preispolitik, lässt sich auch Unternehmen aus anderen Branchen vermitteln, die von der Krise womöglich noch gar nicht beziehungsweise nicht in dem Maße wie wir betroffen sind. Meine Beratungsleistungen, besonders in Sachen Mitarbeiterbetreuung/ HR, in der wir vor der Krise führend waren, werde ich in Zukunft auch Firmen aus anderen Industrien anbieten. ... ff