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Branchenfokus: Das ist erst der Anfang

200013

Das Virus hat uns alle immer noch fest im Griff. Frühlingsgefühle wollen da nicht aufkommen. Wir werden förmlich überrollt und können nur noch reagieren, kaum planen, kaum kalkulieren. Vapiano ist eine der ersten Firmenpleiten. Uns tangieren zwei Fronten: Unsere Hotellerie und das Private. Zur Unsicherheit in unserem täglichen Job kommen Ängste um unsere Liebsten und uns selbst. Wir hatten am 20.3. eine letzte Übernachtung in Chemnitz. Erschreckend war, wie wenig man sich in diesem Hotel auf die neue Situation eingestellt hatte. Wer jetzt noch nachlässig handelt oder die Krise verbal verharmlost, hat nicht zugehört, nicht begriffen. So hart es klingt, aber dies hat gefährliche Folgen. Auch frage ich mich, wie es in den kommenden Wochen den Ärmsten in Europa ergeht. Den Obdachlosen, den Vergessenen, den alleinerziehenden Müttern und Vätern, deren Arbeitsplätze stillgelegt wurden. Diese Liste wird täglich länger werden. Was geschieht, wenn das Virus in den Flüchtlingslagern in Griechenland oder an den türkischen Grenzen einschlägt? Herr Spahn versichert immer wieder, dass wir vorbereitet sind. Er scheint schon vor Wochen den Überblick verloren zu haben. Die Entscheidung zur Absage der ITB letztlich einer Berliner Stadtbezirks-Gesundheitsbehörde mit unannehmbaren Auflagen aufzuerlegen, ist ein Wegducken. Ein weiteres Beispiel: Unser einjähriges Enkelkind in Baden-Württemberg ist typisch erkrankt. Die Kapazitäten sind dort bereits so überlastet, dass sie nicht einmal mehr getestet werden kann. Auf der anderen Rheinseite werden Patienten per Helikopter in andere Regionen in Frankreich gebracht. Was wir verinnerlichen müssen, ist, dass dies im März 2020 erst der Anfang war. Wir werden viele Kolleginnen und Kollegen verlieren. ...ff