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Corona-Krise: Gelesen in... DIE WELT / Zukunftsforscher Matthias Horx über die Zeit nach der Krise, die er mit der Situation nach einem Weltkrieg vergleicht

200013

WELT: Herr Horx, wie sieht die Welt nach Corona aus? Horx: Wir verbinden uns anders mit Menschen. Wir distanzieren uns körperlich, aber gleichzeitig kommen wir uns näher. Die Welt ist nicht mehr diese überbeschleunigte, überhitzte Welt, in der wir unsere Zukunft verloren hatten. Es gibt diese Zeiten, wie jetzt, in der die Gesellschaft keine Vision von sich selbst in der Zukunft hat. Bei Menschen gibt es das ja auch. Im Grunde genommen ist das eine Depression. Doch diese Welt endet. Eine These wäre, dass wir in einem neuen Selbstverständnis als Kultur daraus erwachsen und dass das jetzige flattening the curve genauso für die Erderhitzung gelten kann. Alle haben immer gesagt, dass wir den Auto- und Flugverkehr nicht reduzieren können. Plötzlich können wir das über Nacht. Der CO2-Ausstoß sank um ein Viertel ... WELT: Andererseits sind Sie der Meinung, die Globalisierung wird in Zukunft ein Stück zurückgenommen. Horx: Die Globalisierung wird umgeformt, wir nennen es Glokalisierung. Diese überhitzten Wertschöpfungsketten - 8000 Teile aus aller Welt müssen zu einem Zeitpunkt an einem Ort sein und ein lokaler Ausbruch stürzt die Autoindustrie in die Krise - wird es nicht mehr geben. Es wird Entschleunigung geben, Zwischenlager und mehr lokale Märkte. ... ff