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Coronakrise: "Wir stehen das gemeinsam durch“ - Seetelhotels, Rolf Selige-Steinhoff

200013

Der Chef der Seetelhotels, Rolf Selige-Steinhoff, über die Coronakrise und die Zeit danach. > Herr Seelige-Steinhoff, Seetel hat 16 Hotels auf Usedom, die Sonne scheint, aber die Insel ist gesperrt. Wie fühlt sich das an? Es fühlt sich surreal an. Innerhalb weniger Tage war die Insel leer. Fährt man durch die Straßen oder läuft man an der sonst so belebten und beliebten Strandpromenade entlang, bekommt man das Gefühl, man befindet sich in einer Geisterstadt. Hotels sind komplett leer, ohne Gäste und Mitarbeiter, ein dramatischer Anblick, ein Bild, das wir uns so nie hätten vorstellen können und auch in all den Jahren nicht erlebt haben. … Usedom lebt ja vom Tourismus. Was bedeutet das wirtschaftlich? Usedom ist einer der touristischen Schwerpunkte in Mecklenburg-Vorpommern, wo 85 Prozent der Erwerbstätigen auf der Insel direkt und indirekt im Tourismus beschäftigt sind. Rund 600 Unternehmen sind hier im Tourismus tätig. Die derzeitige Situation ist existenzgefährdend für viele, sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen. Im Moment sind wir, ganz ehrlich gesprochen, irritiert über die aus der Politik vorgeschlagenen Maßnahmen. So gut und schnell das Kurzarbeitergeld anlief, so schwierig ist die derzeitige Umsetzung, da man teilweise vier Wochen nur für eine erste Bearbeitung brauchen soll. … Wie empfinden Sie den Umgang mit der Coronakrise und die damit verbundenen Maßnahmen? Auch wenn einige von der Bundesregierung und der Landesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, vielleicht im ersten Moment sinnvoll erscheinen, stellen diese uns alle jedoch vor sehr große Hürden und extreme wirtschaftliche Herausforderungen, bei denen ungewiss ist, ob sie auch überwindbar sind. Es gibt viele Existenzen, die sind zum Sterben verurteilt. Sie haben stark expandiert, verfügen inzwischen über rund 2500 Betten. Das war eigentlich ein Selbstläufer. Ein Beispiel ist das Ostseehotel in Ahl der Kontaktsperre macht. Das Ministerium bestritt jedoch später, dass es einen solchen Plan beauftragt hat. Inzwischen hat die Bundesregierung den KfW-Schnellkredit für den Mittelstand auf den Weg gebracht. Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl bis zu 50. ...ff