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Das gastronomische Frühlingserwachen: Steffen Sinzingers Kolumne

200013

Prinzipiell muss man jetzt nicht alles negativ sehen. Sicherlich sind viele Gastronomen noch immer in der Schockstarre und die Kluften, die sich in den letzten Wochen offenbart haben, sind keinesfalls zu unterschätzen. Den Wenigsten wurde vom Staat die perfekte Überbrückungslösung angeboten. Schlaflose Nächte gab es dafür frei Haus. Wer sich vorab ein Polster aufbauen konnte, wird nun ein wenig mehr Luft zum Atmen haben, gleichwohl die Monate Januar und Februartraditionell gesehen eher weniger dazu taugen. Wir werden uns gezwungen sehen, uns noch mehr mit Themen wie Regionalität und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, um uns aus der globalen Abhängigkeit zu befreien. Die Kartoffel aus der Region wird dabei der neue , welche der Avocado den Rang abläuft. Was sich ebenfalls ändern wird, sind sicherlich die Ausgehgewohnheiten unserer Gäste. In Berlin haben wir uns, wie in anderen Großstädten auch, rasend schnell auf den Lieferdienstservice umgestellt. … Was für so manchen Lokalbetreiber bisher ein absolutes No-Go war, hat sich zum vorübergehenden Heilsbringer entwickelt. Die ersten Anbieter haben nun einen Fuß in der Tür. Wer später nachzieht, muss sich mit höheren Marketingbudgets auf dem Markt gegen die Mitbewerber durchsetzen. Doch auch in den Restaurants wird es nach dem Lockdown wieder hoch hergehen, garantiert! Die Besucherwerden in die Lokale strömen und die zurückgewonnene Freiheit mehr denn je zu schätzen wissen und wieder ausgiebig feiern. Wir werden Gäste sehen, die zu Beginn dieses gastronomischen Wiedererwachens guten Service viel eher erkennen und würdigen. Perfektion wird dann längst nicht mehr so hoch im Kurs stehen wie der gute Wille, dem Gast jeden Wunsch zu erfüllen. ...ff