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Die Schneller-als-Echtzeit-Welt / Gsstbeitrag - Von Sven Gabor Janszky, Autor, Zukunftsforscher und Chairman der Denkfabrik 2b Ahead

200009

Stellen Sie sich vor, Sie würden morgen aufwachen und jeder Gegenstand hätte eine eigene IP-Adresse: Ihr Badezimmerspiegel, die Tapete im Kinderzimmer, der Küchentisch, der ICE-Sitz, das Fenster im Büro - ganz normale Alltagsgegenstände, die uns umgeben. Schwer vorstellbar? Lassen Sie uns offen sprechen: In zehn Jahren wird es weltweit wohl an die 150 Milliarden vernetzte Geräte geben. Jeder einzelne von uns wird dann stets 30 bis 50 entsprechende Geräte um sich herum haben. Dahinter stehen Quantencomputer und künstlich intelligente Algorithmen, die auf unsere Fragen bessere Antworten wissen als menschliche Experten. Was werden dann Ihre Gäste von Ihnen verlangen? Was wird die Konkurrenz tun? Und wie werden Sie regieren? Unser heutiges Gerede von Digitalisierung und Industrie 4.0 ist viel zu kurz gegriffen. Es beschreibt nur Vernetzung, Automatisierung und Rationalisierung. Dies ist nicht falsch, aber unvollständig. Denn die wirklichen Auswirkungen der Digitalisierung kommen erst danach, nämlich dann, wenn die künstlich intelligenten Computer mit ihrer Prognostikkompetenz die Steuerung und Kontrolle im Unternehmen übernehmen. Sie sind Schneller-als-Echtzeit! Ich persönlich spreche in der Strategieentwicklung bei unseren Kunden nur noch von „Predictive Enterprises“. Dieser Schneller-als-Echtzeit-Trend führt dazu, dass künftig jegliche Prozesse in Unternehmen und Gesellschaft durch ein intelligentes (Software-)Betriebssystem gesteuert werden. Der Computer wird prognostizieren, welche Bedürfnisse der individuelle Gast in der nahen Zukunft hat. Er wird dies besser wissen als die bisherigen menschlichen Experten. Vermutlich wird der Computer dies auch besser wissen als der Gast selbst. Das führt zu nicht weniger als einem Paradigmenwechsel für Ihre Geschäftsmodelle - in Hotels, in Restaurants, in allen Branchen. ...ff