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Die Spitze des Fleischbergs / Kobe Beef, das teuerste Rindfleisch der Welt

200013

Es gibt viele Mythen rund um das japanische Kobe Beef, das teuerste Rindfleisch der Welt - von täglichen Massagen bis Bierrationen in der Aufzucht. In Wahrheit ist das Leben der meisten Tiere eher trist: Liegen. Fressen. Verfetten > Auf Wiesen rumlümmeln, Bier saufen, sich mit Sake massieren lassen und von Beethovens 9.er berieseln lassen: Dieses Szenario ist kein weiterer Wellness-Trend, sondern der Alltag von Wagyu-Rindern aus der Hyogo-Präfektur in Japan. Zumindest so lange, bis die Tiere w das Zeitliche segnen und ihr Fleisch die g Feinschmeckerherzen weltweit höherschlagen lässt. Es schmilzt geradezu auf der Zunge. Wer einmal einen Blick auf die Delikatesse in einer Metzgerei erhaschen konnte, erkennt den Unterschied zu herkömmlichem Rindfleisch sofort: Das Fleisch ist von dicken, weißen und verästelten Fettadern durchzogen, die den roten Fleischanteil teils sogar übersteigen. ... Strikte Stallhaltung und jahrelange Intensivmast sind nämlich vorwiegend für das hohe intramuskuläre Fett der Rinder verantwortlich. Das ist nur noch bedingt amüsant. Bildet japanisches Wagyu also vielleicht die Spitze unseres Fleischbergs, hergestellt unter ethisch fragwürdigen Bedingungen? Benjamin Peifer, Sternekoch und Inhaber des Restaurants Intense in Kallstadt, verbindet jedenfalls ein zwiespältiges Verhältnis mit der Fleischdelikatesse. Der gebürtige Pfälzer bereiste mehrmals Japan, nicht zuletzt, weil ihn die Landesküche fasziniert und inspiriert. Er probierte eine große Zahl an Präfekturen und Labels des Fleisches. Sein Fazit: „Keine Frage, geschmacklich ist es das Non plus ultra. Wir haben japanisches Wagyu trotzdem von der Speisekarte gestrichen, denn es fühlte sich aufgrund der Haltungsbedingungen der Tiere dort für uns einfach nicht richtig an, das Produkt weiterhin zu verarbeiten." ... ff