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Digitaler Meldeschein und PSD2: Ein Schritt vor und zwei zurück?

200009

Online buchen, bargeldlos bezahlen und digital einchecken sind Standard für Hotelgäste. Doch daran müssen sich auch gesetzliche Regelungen anpassen. Jetzt ist es so weit > Digitale Prozesse sind meist schneller und benötigen andere gesetzliche Rahmenbedingungen als analoge Vorgänge. Doch der Gesetzgeber hinkt oft hinterher. Mit dem digitalen Meldeschein und der neuen Zahlungsdienstrichtlinie 2015/2366, besser bekannt als PSD2 (englisch: Payment Services Directive 2), zieht die Legislative nun nach. Die beiden Änderungen wirken sich auch auf die Hotellerie aus. ... Prinzipiell unterliegt der digitale Meldeschein denselben Anforderungen wie in analoger Form: Konformität mit der DSGVO und die Speicherung der Daten für ein Jahr sind auch hier Pflicht. Da die digitale Version aber direkt an das PMS angebunden ist, reduziert sich der Arbeitsaufwand beim Check-in. Für die Lagerung der Daten wird in diesem Fall nur Speicherplatz benötigt und die Löschung erfolgt automatisiert. Die große Neuerung besteht aber darin, dass der Gast seine Angaben nicht durch seine Unterschrift bestätigt. Stattdessen sind zwei Möglichkeiten vorgesehen, mit denen er sich verifizieren kann. Eine technische Lösung bietet der Identitätsnachweis über die Online-Funktion des Personalausweises. Um sie nutzen zu können, muss der Ausweis ab 2017 ausgestellt worden sein, oder der Inhaber muss den Chip vorher freigeschaltet haben. Das Hotel benötigt ein spezielles Kartenlesegerät, um die Daten übertragen und auslesen zu können, oder eine App und der Gast muss seine PIN angeben. Eine weitere Möglichkeit der Verifizierung stellt die „Strong Customer Authentification" (SCA) dar, die die europaweite Zahlungsrichtlinie PSD2 mit sich bringt. ... ff