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Kantine: Maximal sichtbar machen! - Betriebsgastronomie, Christian Feist

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In Corona-Zeiten kann die große Stunde der Betriebsgastronomie schlagen, wenn sie sich richtig aufstellt. Davon ist der Koch und Berater Christian Feist überzeugt, der lange die Betriebsgastronomie in der Versicherungskammer Bayern leitete. > KÜCHE: Herr Feist, lassen Sie uns doch bitte einen Gesamtblick auf die Betriebsgastronomie in Corona-Zeiten werfen. Ist sie gut genug aufgestellt, um die großen Herausforderungen zu meistern? CHRISTIAN FEIST: Eine allgemeingültige Aussage lässt sich für diese Frage nicht treffen. Die Landschaft ist nun einmal sehr heterogen. Aber: Grundsätzlich sind die Zeiten vorbei, in denen Kantine so ist, wie sie klingt. Es ist eine hochprofessionelle Branche mit vielen und sehr beeindruckenden Restaurants, die sich mittelfristig auch nur noch so behaupten kann. Das heißt: Diejenigen, die das noch nicht erkannt haben, müssen sich damit auseinandersetzen, wenn sie ihre Daseinsberechtigung erhalten wollen. Da drängt sich die Frage auf, wie es um die Wertschätzung der Unternehmensführungen für die Betriebsgastronomie bestellt ist? Es ist unumstritten, dass die Betriebsgastronomie einen starken Beitrag zum Employer Branding leisten kann. Zusätzlich wissen wir, dass jeder investierte Euro in Mitarbeitergesundheit einen Return an Investment von 2,75 hat: Mit jedem investierten Euro in die betriebliche Gesundheitsförderung können im Ergebnis 2,75 Euro eingespart werden. Die meisten Unternehmen wissen das. Das Problem ist nur, welche Konsequenzen aus diesem Bewusstsein gezogen werden. … Durch Kurzarbeit, Homeoffice und allgemeine Sparmaßnahmen in den Betrieben ist die Betriebsgastronomie in eine schwere Krise geraten. Müssen sich die Betriebsrestaurants jetzt komplett neu erfinden? Corona ist eine Krise, die viel verändern wird. Veränderung bedeutet immer Chance und Risiko. Wie schon gesagt: Unternehmen wollen schon mehr gesunde Küche. Aber was es dafür braucht, geht häufig zwischen Küche und Vorstandsbüro verloren. Also besteht durchaus das Risiko, dass der Rotstift die Betriebsgastronomie trifft. Andererseits schlummert hier auch eine riesige Chance. Es ist an uns Betriebsgastronomen, dem Vorstand beziehungsweise Auftraggeber zu erklären, welches Potenzial hier liegt. Die Betriebsgastronomie könnte zum Beispiel dem Mitarbeiter das Homeoffice erleichtern? Richtig. Wenn ich als Arbeitgeber meinen Mitarbeiter das Homeoffice leichter machen will, dann geht das auch mithilfe der Betriebsgastronomie. Sie kann bei der Ernährung im Homeoffice unterstützen und etwas für das Employer Branding tun, gleichzeitig leistungserhaltende Beiträge bieten und Krankheitskosten positiv beeinflussen. ...ff