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Karriereplanung: Mentoren weisen den Weg - Mario Corti, Küchendirektor, Schloss Elmau, Krün/Oberbayern

200011

Junge Köchinnen und Köche wissen oft nicht, wohin die Reise für sie gehen soll. Das liegt aber nicht allein an ihnen, sondern auch an ihren Vorgesetzten in den Ausbildungsbetrieben. Nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels wirken viele wie gelähmt und versäumen es, ihre jungen Leute in die richtige Richtung zu pushen und frei zu lassen. Ich dagegen achte darauf, unsere Auszubildenden nachhaltig aufzubauen und ihnen rechtzeitig eine Perspektive zu eröffnen, damit sie wissen, welche Chancen und Möglichkeiten es für sie im Beruf nach der Ausbildung gibt. Mein Leitspruch: Je anspruchsvoller und komplizierter eine berufliche Herausforderung in jungen Jahren, desto einfacher hat man es in der Zukunft, seinen Mann oder seine Frau zu stehen. Wenn jemand seine Ausbildung in einem durchschnittlichen Betrieb absolviert hat, rate ich ihm unbedingt zum Wechsel in eine Küche, in der noch richtig gut gekocht wird, damit er die Basics unseres Berufs erlernt. … Auszubildenden, die bei uns im Haus die verschiedenen Küchen durchlaufen, rate ich, nach ihrer Prüfung sofort ins Ausland zu gehen. Was sie beispielsweise in Singapur, Hongkong oder auch London sehen und lernen können, ist etwas völlig anderes als der gastronomische Einheitsbrei in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Wer sich als Koch/Köchin vom Durchschnitt abheben will, der muss einfach andere Kulturen und Länder erlebt haben. Ich unterstütze unsere jungen Leute beim Wechsel ins Ausland und habe beispielsweise gerade wieder zwei super Köche nach Asien vermittelt. … Als wichtigste Fähigkeiten einer Führungskraft neben dem Fachwissen würde ich daher Persönlichkeit und soziale Kompetenz herausstellen. Das Menschliche ist heute unheimlich wichtig, um beispielsweise wie hier in Elmau ein Team von 65 Köchinnen und Köchen zu führen. …ff