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Karriereplanung: Mentoren weisen den Weg - Niels Mester, Gastronomischer Leiter, Kochwerk powered by Otto, Hamburg

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Anforderungen an zukünftige Führungskräfte in der Küche werden immer vielschichtiger. Sie müssen nicht nur kochen können, sondern gleichzeitig Gastgeber, Entertainer, knallharter Rechner, Trendsetter und Rockstar sein, der sich und sein Unternehmen in den Medien überzeugend darstellt. Darüber hinaus muss man sich Kompetenzen aneignen, um seine Küchencrew zu fordern, zu fördern und weiterzuentwickeln. Eine gute Führungskraft ist Teamplayer, Trainer und Coach zugleich, der junge Menschen ins Team integriert und ihnen Raum zur Entwicklung gibt, um sie nach der Ausbildung wieder loszulassen. Eine ganz wichtige Voraussetzung dafür ist Empathie, um im Umgang mit Gästen und Mitarbeitern selbst in schwierigen Situationen Souveränität, Sicherheit und Kompetenz auszustrahlen. Vieles lernen junge Menschen schon im Laufe ihrer Ausbildung und während ihres späteren Berufsweges, doch ohne extra Trainings und Fortbildungen zu Themen wie beispielsweise Umgang mit Gästen, Gesprächsführung, Mitarbeiterführung, Körpersprache oder auch Rhetorik geht es nach meiner Erfahrung nicht. … Nicht minder wichtig: Angehende Führungskräfte in der Küche müssen lernen, dass die beste Wertschöpfung vor allem durch Wertschätzung von Mitarbeitern zu erreichen ist. Soll heißen: Mitarbeitende, deren Leistung anerkannt wird, identifizieren sich mit ihrem Unternehmen und empfinden ihre Arbeit nicht als Last.Wertschätzung weckt den Enthusiasmus und die Leidenschaft, die ein Koch/eine Köchin für den Beruf braucht. Dann ist es zweitrangig, ob jemand eine Sauce hollandaise aufschlagen kann oder nicht. Mit Leidenschaft und Enthusiasmus kommt das Know-how meiner Erfahrung nach automatisch. …ff