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Karriereplanung: Mentoren weisen den Weg - Peter Sikorra, Küchendirektor, Hotel Grand Elysée Hamburg

200011

Nach der Ausbildung sollte ein junger Koch oder eine junge Köchin sich in der großen weiten Welt den Wind um die Nase wehen lassen und unterschiedliche Kontinente kennenlernen. Doch jeder junge Mensch braucht auch Mentoren, die ihn im Laufe seiner Karriere den Weg weisen und ihn begleiten. Ich hatte in Hamburg mit Eberhard Pütter vom Anglo-German-Club, Dieter Pauly vom legendären Fischrestaurant Sellmer und Eugen Block, dem Gründer der Block House Restaurants und des Grand Elysée Hamburg, wunderbare Mentoren, die meiner Entwicklung auch menschlich einen gewaltigen Schub in die richtige Richtung gegeben haben. Als junger Koch sollte man die notwendige Sensibilität besitzen, diesen Menschen zuzuhören und ihr Wissen und ihre Erfahrungen wie einen Schwamm aufzusaugen. Am Anfang prägten mich diese Chefs eher unbewusst. Doch inzwischen weiß ich sehr genau, wem ich verdanke, wer ich heute bin und was ich kann. Im Idealfall hat man nicht nur einen Mentor, sondern mehrere, um von unterschiedlichen Charakteren und Talenten lernen zu können. … Ich habe viele junge Leute erlebt, die nach der Ausbildung glaubten, sie seien die größten und besten Köche. Ihnen fehlte der klare Blick auf ihr eigenes Können, und damit stieg das Risiko, dass sie sich verzetteln. Ein Mentor im Hintergrund kann das verhindern. Das setzt allerdings voraus, dass man als junger Mensch bereit ist, auf die Ratschläge eines Mentors zu hören und sich darauf einzulassen. Seinen Kochstil und seine Philosophie zu finden, ist für jeden jungen Koch eine echte Herausforderung. Mit Anfang 20 kann das meiner Meinung nach nicht einmal das größte Talent dieser Welt. ...ff