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Kolumne: (De)Mut in der Kurve

200009

Bis vor Kurzem war die Branche auf der Überholspur unterwegs. Erste Stimmen mahnten bereits, es könne nicht ewig so weitergehen, die Zahl der angebotenen Hotel-Betten übersteige langsam die Nachfrage. Und dann kam tatsächlich eine Kurve - eine, die alle, aber auch alle aus der Bahn katapultiert hat. Selbst chronische Besserwisser müssen eingestehen: Damit hat niemand rechnen können. Aber nun ist die Kurve da, und wir müssen mit ihr umgehen. Genau genommen mit ihnen umgehen - mit der medizinischen Kurve, den Zahlen Infizierter, Genesener und Gestorbener. Sie verlangt Demut, denn Menschenleben sind wichtiger als Wirtschaft. Und sie erfordert Solidarität: Während Banken, Versicherungen und die Lebensmittelindustrie (und nun auch wieder der Handel) ihre Geschäfte zum Teil ohne Unterbrechung betreiben konnten, stehen Hotellerie und Gastronomie nach wie vor still, um einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. Es wird eine der großen Fragen dieser Generation sein, ob und wie die betriebswirtschaftlichen Verluste jener, die von Schließungen direkt oder indirekt betroffen waren, vergemeinschaftlicht werden. Alles andere wäre unsolidarisch. Hier wird der Schulterschluss innerhalb der Branche enorm wichtig sein, wenn es darum geht, eine gleichmäßige Verteilung der Lasten über die gesamte Gesellschaft hinweg - Banken inklusive - durchzusetzen. ... ff