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Luftvorhänge und Filterhauben gegen Viren

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An AHA haben sich zur Eindämmung der Corona-Pandemie nun alle gewöhnt: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken. Seit Herbst neu dabei: +L, Lüften. Denn gerade in geschlossenen Räumen sind Aerosole einer der häufigsten Übertragungswege des Coronavirus. Sie schweben in der Luft und verbreiten sich im ganzen Raum. Ein Team aus Wissenschaftlern setzt nun mit seiner Innovation direkt am Entstehungsort der Aerosole an. > Solange es keinen wirksamen Impfschutz oder entsprechende Medikamente gibt, müssen Gastgeber wie Gäste weiter auf verstärkte Hygiene, Abstand und Maskentragen achten, um eine Infektion mit Sars-Cov-2- Viren zu vermeiden. Viele Menschen verzichten bei kälter werdenden Temperaturen aus Angst vor einer Ansteckung auf einen Indoor-Restaurantbesuch. Denn Aerosole als Träger der Viren, mit einem Durchmesser von 0,3 Mikrometer bis 5 Mikrometer, werden durch Luftströmung verteilt und reichem sich im Innenraum an. … Die Luftführung wird beim Verfahren von G.E.S. gezielt gesteuert, die Wechselraten der Luft werden auf den Raum abgestimmt und „Luftvorhänge" trennen Sitzbereiche voneinander ab. Sitzen sich zwei Gäste gegenüber, strömt durch einen engen Spalt auf Höhe der Tischplattenoberfläche Luft Richtung Decke, wodurch eine Art durchsichtiger Vorhang entsteht. Ober ein hocheffizientes Filtersystem, das zusätzlich oberhalb der Tische in Hauben verbaut wird, lässt sich die zwischen den Gästen angesaugte Luft reinigen und dem Raum wieder zuführen. Die Aerosole werden so am Entstehungsort, direkt auf der Atemebene, nach 40 cm abgefangen und können sich im Raum nicht weiter anreichern. Dabei ist die Luftgeschwindigkeit so niedrig, dass keine Verwirbelung der Aerosole entsteht. … Überall wird aktuell die Wichtigkeit des richtigen Lüftensbetont, da es gegen die Anreicherung der Viren eines regelmäßigen Luftaustauschs bedarf. Von der Bundesregierung empfohlen wird derzeit pro Stunde ein sechsfacher Luftwechsel, der unter anderem in Klassenräumen durch regelmäßiges Stoß- und/oder Querlüften - auch bei Minustemperaturen - erreicht werden soll. Allerdings betont das G.E.S.-Team, dass „natürliches Lüften" zur zuverlässigen Abreicherung der Aerosolpartikel nicht zu empfehlen sei, da der Luftaustausch sehr lange dauert und von vielen Faktoren wie Temperatur und Luftdruck abhängig ist. ...ff