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Marcus Smola: Wir wollen eine faire Chance

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Marcus Smola ist Geschäftsführer der BWH Hotel Group Central Europe GmbH. Im Interview mit Cost & Logis spricht er über die kurz-, aber auch über die mittel- und langfristigen Folgen der Corona-Krise für die Hotellerie > Herr Smola, vermissen Sie staatliche Hilfe für die Hotellerie? Das Krisen-Management der Politik ist insgesamt gut, besonders im Vergleich zu anderen Ländern. Allerdings haben wir gerade anfangs Signale in Richtung Hotellerie vermisst. Das hat sich inzwischen glücklicherweise etwas geändert. Wichtig ist: Wir brauchen die Hilfe jetzt, nicht erst in einigen Wochen. Dann kann es für den einen oder anderen Betrieb schon zu spät sein. Können Sie es nachvollziehen, dass zum Beispiel Friseure, die direkten Körperkontakt zu ihren Kunden haben, öffnen dürfen, Hoteliers aber nicht? Der Vergleich mit anderen Branchen ist schwierig. Was wir uns wünschen ist, unser Geschäft unter strengen Auflagen wieder ins Laufen bringen zu können - soweit es die Situation eben erlaubt. Nicht mehr und nicht weniger. Wir wollen eine faire Chance, berufliche Existenzen zu retten. Wie wird die Konsolidierung auf dem Markt aussehen? Die Zahl der Hotelzimmer in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Das gilt auch für Regionen, die längst gesättigt waren. Das Überangebot war vielerorts deutlich, entsprechend niedrig ist das Ratenniveau im europäischen Vergleich. Jetzt, wo auch noch die Nachfrage wegbricht, hat das natürlich fatale Folgen. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wird noch größer. Das drückt nicht nur auf die Belegung, sondern auch auf die Raten. Da gilt es unbedingt gegenzusteuern, um nicht wie bei vorherigen Krisen in die gleiche Spirale nach unten zu geraten. ... ff