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Neue Datenschutzverordnung: DSGVO ab 25. Mai 2018

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Öffentliches WLAN: Wer A sagt, darf B nicht außer Acht lassen! Über das Gastgewerbe im Spannungsfeld zwischen Dienst am Gast und der neuen Datenschutzgrundverordnung schreibt der Datenschutzexperte und Fachbuchautor Joachim Jakobs. > Die Menschen möchten online sein. Immer. Überall. Die Sucht blendet sämtliche Sicherheitsbedenken aus. So das Ergebnis einer Symantec-Umfrage unter 15.000 Menschen in 15 Ländern. Das Gastgewerbe reagiert - Restaurants und Hotels sehen sich gezwungen, kostenloses WLAN anzubieten. Im Juli 2017 jubelte der DEHOGA Schleswig-Holstein: „Rechtssicherheit für WLAN-Hotspots: Endlich Klarheit!" Die Zugangsanbieter hätten künftig nicht mehr für Rechtsverletzungen ihrer Gäste zu haften. Weiter behauptet der Verband: „Anbieter öffentlicher Hotspots müssen den Zugang zukünftig weder verschlüsseln, noch brauchen sie eine Vorschaltseite. Auch die Identität des Nutzers muss nicht mehr geprüft werden." Da hat der Verband die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht. Der Wirt ist in dem Fall die Europäische Union - die Rechnung trägt die Überschrift „Datenschutzgrundverordnung" (DSGVO). So müssen die Betreiber öffentlicher WLANs nach Ansicht von Rechtsanwalt Henrik Bremer „zumindest IP-Adressen und Anmeldedaten ihrer Nutzer erfassen". Wer aber Daten erheben will, braucht nach DSGVO wiederum die „Einwilligung" des Betroffenen; das ist - so der Gesetzgeber - eine „in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung in Form einer Erklärung oder einer sonstigen eindeutigen bestätigenden Handlung, mit der die betroffene Person zu verstehen gibt, dass sie mit der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten einverstanden ist". …ff