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Ein Hotel für die Menschen: Gespräch mit Inhaberin Innegrit Volkhardt

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Der Bayerische Hof ist einer der erfolgreichsten Privathotels in Deutschland. Inhaberin Innegrit Volkhardt führt ihn mit viel Herzblut. > First class: Frau Volkhardt, was zeichnet den Bayerischen Hof aus, was macht ihn zu etwas Besonderem? Innegrit Volkhardt: Unser Hotel ist seit 1897 im Besitz der Familien, und wird nunmehr in der vierten Generation von mir geleitet. Das macht den Geist dieses Hauses aus: die Vielfalt und das Bestreben unserer Familie, den Menschen und speziell den Münchner anzusprechen und ihn mit einem großen Angebot glücklich zu machen. Das Motto meines Vaters war: Niemand sollte das Hotel unbedingt verlassen müssen. Der Bayerische Hof soll vielmehr eine kleine Stadt in der großen Stadt sein und alles davon widerspiegeln. Sie haben den Bayerischen Hof 1992 von Ihrem Vater übernommen. Was ist Ihre persönliche Handschrift dabei? Es war für die Familie immer normal, Veränderungen anzugehen. Das Haus wurde im Laufe meiner Führung mittlerweile für knapp 170 Mio. E umgebaut. Einzig unser historisches Palais aus dem 19. Jahrhundert ist noch nahezu unverändert. … Der Bayerische Hof blickt auf eine 120-jährige Tradition zurück. Mit welchen Angeboten sprechen Sie eine jüngere Zielgruppe an? Es war schon immer unser Anliegen, wie im Palais Keller, jede Bevölkerungsschicht anzusprechen. So veranstalten wir nach wie vor den Kinderfasching und zahlreiche Bälle, um jede Zielgruppe zu erreichen. Das Restaurant Trader Vic’s wird inzwischen in der vierten Generation besucht. Viele Jugendliche wünschen sich dort einen Besuch, um den Schulabschluss mit ihrer Familie zu feiern. Wir haben darüber hinaus ein eigenes Kino und einen Night-Club mit renommierten internationalen Bands. … Sie haben gegen die Pläne der Rosewood-Gruppe, ein neues Luxushotel in ihrer Nachbarschaft zu erreichten, geklagt. Was sind die Hintergründe? Ich habe nichts gegen ein Fünf-Sterne-Hotel in meiner Nachbarschaft - ganz im Gegenteil. Aber es muss gebietsverträglich sein, und die dortige Infrastruktur muss funktionieren. Die chinesischen Investoren, die das Hotel betreiben werden, bauen keine eigene Tiefgarage und legen die Anlieferung in die viel zu enge Salvatorstraße. Die Stadt hat für das Viertel nicht mal einen Bebauungsplan, um die Auswirkungen eines Neubaus zu ermitteln. …ff