Mit dem nachstehenden Link gelangen Sie auf die betreffende horesga-Seite, klicken Sie dazu hier

In der PDF-Datei befinden sich - je nach Ansicht - weitere Weblinks, über die Sie auf weitere horesga-Seiten geleitet werden.

Premier-Inn-Deutschland-Chef Dr. Michael Hartung: "Wir haben enorm viel Substanz"

200013

Di. Michael Härtung ist Managing Director und Development Director von Premier Inn in Deutschland. Im Interview mit Cost & Logis-Herausgeber Jens Riemann spricht er über Asset Heavy, Expansion, Vertrieb und Immobilienmärkte. > Herr Dr. Hartung, eigene Immobilien sind im business vieler hotelgruppen nicht gerade das Gebot der Stunde, viele schreiben sich seit vielen Jahren die Strategie Asset light auf die Fahnen. Sie von Premier Inn setzen dagegen auf Besitz und propagieren eine Asset-Heavy-Strategie. Warum schwimmen sie gegen den Strom? Das hat diverse Gründe. Eigentümer, Betreiber und Franchisegeber im Hotel-Business verfolgen unter schiedliche Interessen. Wir möchten lieber alles in einer Hand haben, wollen entwickeln, bauen und langfristig betreiben. Wir kaufen Grundstücke, verhandeln mit Developern, unterhalten ein Bau-Team sowie eines für Refurbishment. Dazu kommt unter anderem ein etabliertes Asset Management. Die gesamte Kette kontrollieren zu können, hat große Vor teile, lässt uns extrem effizient arbeiten und Synergien heben, die anderen verschlossen bleiben. Ein weiterer Grund für Asset Heavy: Entwickler mögen Mietverträge, die durch eine starke Bilanz, durch hohe Werte abgesichert sind. Wir haben in der Whitbread Holdings Deutschland Assets in Höhe von fast 400 Millionen Euro, da steckt also enorm viel Substanz. … Ist das auch die Quote, die für Deutschland angestrebt wird? Sagen wir es so: Das ist eine Zielgröße, aber keine stringente Vorgabe. Am Ende ist es immer ausschlaggebend, dass sich ein Objekt rechnet. Wie sehen ihre Expansionspläne für den hiesigen Markt aus? Aus den drei eröffneten Hotels sollen bis Ende dieses Jahres 20 werden. Ein Big Point für das Wachstum in diesem Jahr ist die Übernahme von 13 von der Foremost-Gruppe übernommenen Häusern der Marke Holiday Inn Express. Sie werden für sechs bis acht Wochen geschlossen, neugestaltet und unter der Marke Premier Inn wiedereröffnet. Ihre Expansionsstrategie sieht grundsätzlich auch die Übernahme von mehreren Hotels auf einen Streich beziehungsweise auch ganzer Gruppen vor? Durchaus. Generell lässt sich sagen: Ob Gruppe oder einzelnes Hotel - wir interessieren uns vorrangig für Häuser mit mindestens 120 Zimmern. Unsere Expansion ruht auf vier Säulen: Selber kaufen, Developer einschalten, übernehmen und an einem Mixed-Use-Projekt beteiligen. …ff