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Raths Spitzen: Wer ist denn hier der Star?

200009

Vor Menschen, die auf ihre eigene Weise erfolgreich geworden sind, habe ich grundsätzlich großen Respekt. Günther Jauch ist so ein Mensch. Seine Medienkarriere ist ein Marathon von einem Siegeszug, und das aus gutem Grund: Günther Jauch ist ein Vollprofi mit Blick für den Zeitgeist und als Mensch ein Original. Dabei strahlt er eine Gelassenheit aus, die mir sympathisch ist. Jahrzehntelang hat er an seinem Erfolg gearbeitet; er hat ihn sich redlich verdient. Die Gastronomie, auch wenn ein solcher Vergleich ein wenig hinken mag, hat ebenfalls ihre Jauchs. Sie heißen nur anders. Warum Gault-Millau, eine der wichtigsten Branchen-Instanzen, ausgerechnet den Medienunternehmer Jauch zum Gastronomen des Jahres erkoren hat, der diesen Titel nun in die neuen „Goldenen Zwanziger“ hineinträgt, erschließt sich mir nicht. Auch bei vielen Kollegen, mit denen ich gesprochen habe, hat die Nachricht Kopfschütteln ausgelöst. Ich frage mich: Welches Signal sendet diese Entscheidung an die Vollblut-Gastronomen, die seit Jahrzehnten daran arbeiten, die Gastronomie aufs nächste Level zu heben? An jene, die den Branchennachwuchs ausbilden und ihr Geld ausschließlich in diesem Beruf verdienen und investieren? Was bedeutet es für all die Gastgeber, die Gault- Millau selbst seit Jahren exzellent bespricht? …ff