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savoir-vivre: Frauenpower von Heinz Horrmann

200009

Die Frage des Wolfsburger Managers war schon ein bisschen peinlich, aber durchaus ehrlich gemeint: „Ja kann denn eine Frau ein solches Spitzenhotel führen?" Bei Ritz-Carlton hatte man für das Paradedomizil in der niedersächsischen Autostadt die sympathische Edith Gerhardt ausgewählt. Heute will die Frage keiner mehr gestellt haben. Da wissen es alle besser: Das Hotel hat die höchste Belegung aller 5-Sterne-Stadtdomizile im lande (deutlich über 80 Prozent), glänzt weiter mit einem 3-Sterne-Restaurant und gilt als absolute Servicehochburg der Branche. Edith Gerhardt hat das mit einer Mischung aus liebenswertem Charme und, wenn notwendig, auch mit fraulich verpackter Härte in der Sache geschafft. Die zierliche Managerin mit der Modelfigur steht für eine sehr weibliche Erfolgsstory in der brettharten Hotellerie, die lange Jahre nur von Männern dominiert wurde. So auch in der amerikanischen Gruppe mit dem Löwenkopf im Wappen. … Eine der deutschen Vorreiterinnen war lnnegrit Volkhardt, die souverän den Bayerischen Hof in München steuert, glamouröses Aushängeschild der Münchener Schickeria. Lnnegrit Volkhardt, die eigentlich dazu gehört, fühlt sich dagegen ausschließlich als Dienstleister. Das ist ihr Erfolgsrezept. Sie erfüllt die Wünsche ihrer Gäste aus Überzeugung, seit sie nach dem Tod ihres Vaters mit 27 Jahren ins kalte Wasser geschmissen wurde und neben dem Bayerischen Hof auch die Tenne in Kitzbühel führen musste. Das bedeutet Verantwortung für 700 Mitarbeiter. Im besten Hotel von New York, dem Mandarin Oriental, führt seit einiger Zeit die Deutsche Susanne Hatje Regie. Das ist bereits die vierte Adresse der vorzüglichen asiatischen Gruppe für die sie nach München, Hongkong und Boston Verantwortung trägt. …ff