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Spezial Architektur + Design > Umbau und Sanierung von Bestandshotels: Störfaktoren formen den Charakter / Steigenberger Hotel Treudelberg Hamburg

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Im Bestand lauern viele Unwägbarkeiten, aber auch großes Potenzial. Diese gilt es zu entdecken und kreativ herauszuarbeiten. Worauf es dabei ankommt, erläutern Dorothee Maier und Andreas Utzmeier vom Designbüro Meierei Innenarchitektur am Beispiel des Steigenberger Hotels Treudelberg Hamburg > Frau Maier, Herr Utzmeier, worin liegt für Sie der besondere Reiz, ein bestehendes Hotel umzubauen? Dorothee Maier: Das Bauen im Bestand ist ganz klar unsere Passion, weil das Bauen von innen nach außen für uns als Innenarchitekten zu den Kernaufgaben zählt. Bestandshotels verfügen bereits über eine Geschichte, einen Standort und eine feste Klientel. Gleichzeitig brauchen sie eine Auffrischungskur. Die Kunst bei einer solchen Bauaufgabe ist es, mit dem Vorhandenen zu arbeiten und darin die jeweiligen Potenziale zu finden: Wie gelingt es, den Charakter des Hotels so zu verjüngen, dass er wiedererkennbar und trotzdem frisch ist? Wie gelingt es, dass Baumaßnahmen für die Stammgäste ebenso verträglich sind wie für die neue Generation von Gästen? Daraus ergeben sich viele Reibungspunkte, die häufig alles andere als harmonisch sind. Doch genau darin liegt der Reiz. ... Welcher Umstand erforderte beim Steigenberger Hotel Treudelberg Hamburg die umfassende Erneuerung des ganzen Hauses? Utzmeier: Ausschlaggebend war letztlich dessen Eröffnung 1991. Das Haus ist Deutschlands erstes Golf-Hotel und als solches zwar sehr hochwertig ausgebaut, nach fast 30 Jahren aber in die Jahre gekommen - das Interior ebenso wie die gesamte Haustechnik. Hinzu kam ein Wechsel im Management. Die Vision des Hoteldirektors Michael Fritz war, das Haus für die Zukunft konkurrenzfähig aufzustellen. Zusammen mit dem privaten Eigentümer wurde beschlossen, dies mit weitreichenden Erneuerungsmaßnahmen und der zeitweisen Schließung des Hauses umzusetzen. Da es sich hierbei um ein Franchise- Hotel handelt, hatten wir in Bezug auf die Gestaltung relativ große Freiheit. ... Was sind die wesentlichen Veränderungen in den Zimmern? Maier: Die alten Zimmer prägte ein sehr auffälliger, rot-beiger Blumenteppich, während der Rest unauffällig gediegen erschien, sodass beim Betreten der Zimmer unwillkürlich der Boden alle Blicke auf sich zog. Diese Sehgewohnheit haben wir grundlegend verändert, indem wir in jedem Zimmer eine komplette Wand mit einer riesigen Motivtapete inszenierten. Letztlich kamen drei verschiedene Bildmotive zum Einsatz, die den Zimmern eine unterschiedliche Stimmung verleihen. Die vier Suiten, für die teilweise mehrere ehemalige Zimmer zusammengelegt wurden, erhielten jeweils eigene Motive. Die Möblierung bleibt in der Kombination aus frisch interpretierten alten Möbeln und neuen weißen, zurückhaltend eleganten Möbeln in allen Zimmern und Suiten gleich. ... ff