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Starthilfe: Es geht weiter/ Wirteschule

200009

Aufgrund der Krise wird der eine oder andere Gastgeber den eigenen Betrieb aufgeben müssen. Eine Insolvenz kann aber auch ein Neuanfang sein > Die Gastronomie ist mitunter kein Zuckerschlecken. Und gerade in der aktuellen Situation ist das Arbeiten in der Branche alles andere als leicht. Nichtsdestotrotz ist das Gastgewerbe für die Gründerinnen der Wirteschule, Maria Hohenhausen und Edith Roebers, die schönste Branche der Welt. Warum selbst eine Insolvenz nicht das schlechteste ist und wie man im besten Fall damit umgeht, verraten die beiden im Gespräch. D Sie haben speziell für die aktuelle Situation eine Krisenintervention für Gastgewerbetreibende ins Leben gerufen: Was verbirgt sich dahinter? Maria Hohenhausen (M. H.): In einer Krisenzeit ist unbedingte Solidarität zueinander und innerhalb der Branche wichtiger denn je. Wir beraten das ganze Jahr über kompetent Gastronomen. Für uns ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, in der akuten Phase unseren Dienst kostenlos anzubieten. Jetzt liegt unser Augenmerk darauf, Mut zu machen und niemanden allein zu lassen. Viele Unternehmer wissen ihr Gesamtpaket derzeit einfach nicht zu schultern. ... Ist die Insolvenz nicht der einzige Ausweg? M. H.: Nein, auf keinen Fall! Es kann auch ein Neustart sein. Dann braucht man einen guten Schuldensanierer, ein erfolgversprechendes Konzept und die nötige, finanzielle Ausstattung. Wichtig ist aber: Eine Insolvenz ist nicht gleichbedeutend mit persönlichem Versagen. Was muss ich als Betroffener beachten? E. R.: In jedem Fall sollte man bedenken, dass es auch ein Leben nach der Insolvenz gibt. Ich selbst habe diese Erfahrung glücklicherweise bislang nicht machen müssen. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, so ein Erlebnis mit professioneller Hilfe aufzuarbeiten, sowohl finanziell als auch emotional. Und ich wünsche mir, dass Unternehmer die gescheitert sind, endlich nicht mehr stigmatisiert werden. ... ff