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Trouble Shooter: Künstlersozialabgabe auch für Gastros relevant?

200010

Was geht mich als Gastronom die Künstlersozialabgabe an? Außer ab und an einen selbstständigen Grafiker wegen neuer Visitenkarten anzusprechen, neue Briefbögen in Auftrag zu geben oder den Webdesigner zu beauftragen, habe ich mit den Kreativen ja gar nichts zu tun. Doch genau das kann ausreichen, um zur Künstlersozialabgabepflicht herangezogen zu werden. Denn abgabepflichtig sind alle Unternehmer, die nicht nur gelegentlich künstlerische oder publizistische Werke nutzen und für ihr Unternehmen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Als „nicht nur gelegentlich" gilt dabei, wenn für Eigenwerbung oder Öffentlichkeitsarbeit Aufträge für insgesamt mehr als 450 Euro im Jahr erteilt werden. Einzige Ausnahme: Wer eine GmbH beauftragt, kann aufatmen, denn künstlersozialversicherungspflichtig sind nur natürliche Personen. Die Künstlersozialabgabe bemisst sich nach den gezahlten Gagen, Honoraren und Nebenkosten. Für im Jahr 2020 gezahlte Entgelte betrug sie 4,2 Prozent des Entgelts und bleibt auch im Jahr 2021 unverändert in dieser Höhe bestehen. In das beitragspflichtige Entgelt nicht einzurechnen sind die gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer, Vervielfältigungskosten und steuerfreie Aufwandsentschädigungen, die im Rahmen der steuerlichen Grenzen gezahlt werden. Wenn die Rechnung des Freischaffenden allerdings in einer Summe erfolgt, ist alles abgabepflichtig. … ff