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Versicherungstipp: Scharfe Normen

200010

Wer geforderte Brandschutzauflagen nicht umgehend erfüllen kann, muss sein Hotel schließen. Behörden wie Bauämter definieren immer höhere Anforderungen und machen auch vor Bestandsschutz nicht mehr Halt > Die Nachricht kam völlig überraschend: Ein Hotel im fränkischen Rothenburg erhielt vom Bauamt einen Brief, in dem ein dritter Fluchtweg gefordert wurde. Kostenpunkt: 400.000 Euro. Sollte dieser nicht eingebaut werden, sehe man sich gezwungen, eine Schließung zu veranlassen. Seit mehr als 600 Jahren begrüßt das Hotel Gäste aus Nah und Fern und gilt als eine der ältesten Herbergen Deutschlands. Seit mehr als 100 Jahren ist es in Familienbesitz und wird nun von einer behördlich angeordneten Schließung bedroht. Zwar existieren bereits zwei Fluchtwege, doch die führen nach Ansicht der Behörde über zu lange Gänge und die Treppen seien aus Holz. Zu diesem Ergebnis kam man bei einer Feuerbeschau, die der Betrieb bezahlen musste. Dabei steht das Gebäude unter Denkmalschutz und könnte sich auf den sogenannten Bestandsschutz berufen: Ein Gebäude, das einmal zulässigerweise errichtet wurde, ist gegen spätere Rechtsänderungen geschützt. Die Behörde kann also keine Änderungen aufgrund aktueller »Illegalität« verlangen. Veränderungen am Gebäude wie Nutzungsänderungen oder Umbauten grenzen den Bestandsschutz allerdings ein. …ff