Mit dem nachstehenden Link gelangen Sie auf die betreffende horesga-Seite, klicken Sie dazu hier

In der PDF-Datei befinden sich - je nach Ansicht - weitere Weblinks, über die Sie auf weitere horesga-Seiten geleitet werden.

"Wir fordern für jeden Betrieb Überbrückungshilfen!" - Markus Luthe, IHA

200013

Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbands Deutschland (IHA), ist stolz auf den Zusammenhalt und den „unbändigen Überlebenswillen" der Branche. Im Gespräch mit Tophotel (kurz vor unserem Andruck am 15. Juni) betont der Diplom-Volkswirt, dass und wo im Konjunkturpaket dringend nachjustiert werden muss. > Tophotel: Herr Luthe, Sie engagieren sich in der Coronakrise seit über drei Monaten unermüdlich für die deutsche Hotelbranche. Wie lautet Ihre Bilanz aus Verbandssicht? Markus Luthe: Die Hotellerie beweist einen unbändigen Überlebenswillen. Sie kämpft sich nach dem Shutdown langsam aus der schwersten aller bisherigen Krisen wieder heraus, nachdem sie viel zu lange ohne konkrete Wiedereröffnungsperspektive auskommen musste. Dafür leidet sie nun unter einem föderalen Flickenteppich an Regulierungen. Aber auch dieses Chaos sollte sich in den nächsten vier Wochen wieder legen. Sorgenkinder im ,neuen Normal' bleiben sicherlich erst einmal die Stadtund Tagungshotels. So lag in der ersten Juniwoche die Zimmerauslastung durchschnittlich erst wieder bei 14 Prozent. Wie beurteilen Sie die Hilfen zum Re-Start der Hotellerie? Hat die Bundesregierung das Gastgewerbe hinreichend auf dem (Rettungs-)Schirm? Die Kurzarbeitergeld-Regelung war wie für fast alle Branchen auch für die Hotellerie essenziell wichtig. Als ambivalent sind sicher die KfW-Kredite zur Liquiditätssicherung zu betrachten, denn sie haben zum einen bei Weitem nicht alle Hotels erreicht, und zum anderen könnten sie aufgrund der Branchenbesonderheiten auch in einer Schuldenfalle enden.… Mit Blick auf Europa: Wie sind aktuell die Voraussetzungen für einen länderübergreifenden Tourismus? Mit dem 15. Juni wurden die Reisewarnungen bis auf wenige Ausnahmen in Europa wieder aufgehoben und die Grenzen im Schengen-Raum wieder geöffnet. Wir gehen aber davon aus, dass es unter den spezifischen Hygiene- und Schutzauflagen der Verkehrsträger noch eine Weile dauern wird, bis selbst die europäische Reisetätigkeit trotz wiedererlangter Reisefreiheit auch faktisch wieder an das Vor-Corona-Niveau anknüpfen kann. ...ff