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„Wir müssen endlich aufräumen“ / Lohndumping

200013

Das Thema Lohndumping holt die Branche immer wieder ein. Ein Beitrag des TV-Senders Rbb24 sorgt derzeit für eine heftige Debatte in den sozialen Netzwerken. Der Hotelboom und Übernachtungsrekord in der Hauptstadt Berlin werden mit Bezahlung unter Mindestlohn, Ausbeutung und Drohungen gegenüber rebellischen Mitarbeitern in Zusammenhang gebracht. Zimmermädchen und Küchenhilfen kommen zu Wort, die von unbezahlten Überstunden, entfallenem Urlaub und Ausbeutung durch ihre Arbeitgeber sprechen. Nach eigenen Aussagen handelt es sich um Angestellte bei renommierten Berliner Hotels im unteren Lohnsegment. Auf Basis dieser Recherche kam im Sender eine Diskussionsrunde mit Vertretern vom DEHOGA und der Gewerkschaft NGG zustande. Der Tenor: Niedriglöhne im Gastgewerbe finanzieren den Boom in der Hotellerie mit. Der DEHOGA sieht dennoch keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. In der TV-Diskussion verwies Willy Weiland, Präsident des DEHOGA Berlin, darauf, dass Mitgliedsbetriebe rechtlich auf der sicheren Seite seien, wenn sie sich an die Gesetze hielten und sich von Subunternehmern mit einer Unterschrift wiederum bestätigen ließen, dass diese sich ebenfalls an die gesetzlichen Vorgaben hielten. „Diese schwarzen Schafe schaden unserer Branche sehr“, betont er aber gegenüber der AHGZ. Auch Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA-Bundesverbandes, unterstreicht: „Sanktionen gegen Betriebe zu verhängen ist naturgemäß nicht Aufgabe des Verbandes. Hierfür gibt es funktionierende Kontrollmechanismen und Aufsichtsbehörden. Bei Fehlverhalten entscheiden die Gerichte.“ Aber sie legt Arbeitgebern nahe, nicht auf die billigsten Angebote von Subunternehmern einzugehen und Verträge genau zu prüfen. ...ff