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"Wir müssen umdenken!" - Im Interview mit Otto Lindner, Vorsitzende des Hotelverbands Deutschland

200013

Der Vorsitzende des Hotelverbands Deutschland, Otto Lindner, erwartet nach dem zehnten Rekordjahr in Folge auch für 2020 ein leichtes Wachstum. > Herr Lindner, im vergangenen Jahr haben Sie den Brexit als eine der größten Gefahren für die Hotelkonjunktur bezeichnet. Nun ist der Austritt Großbritanniens aus der EU immer noch nicht vollzogen. Wie sehen Sie das Thema inzwischen? Nach wie vor ist der Brexit ungeregelt. Nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs zum 31.1.2020 geht es wohl zunächst für ein Jahr „normal“ weiter. In diesem ehrgeizigen Zeitfenster sollen dann ambitionierte Freihandelsabkommen ausgehandelt werden. Somit bleibt die Gefahr negativer Entwicklungen real und die britische Wirtschaft hat hart zu kämpfen. Obendrein drohen die Schotten mit Abwanderung! Ansonsten hält sich die Branchenkonjunktur erstaunlich robust, trotz des Wegfalls Tausender Jobs bei Banken und in der Industrie. Wie ist das zu erklären? Die verschiedenen Indizes wechseln von leicht negativer Tendenz immer wieder ins Positive. Den Entlassungen in einigen Branchen stehen Zuwächse und Chancen in anderen entgegen. Es wird volatiler und die Planungsgenauigkeit bzw. die Fähigkeit zur Prognose/Früherkennung von Entwicklungen in beide Richtungen wird immer wichtiger. Ungebrochen ist der Trend zu einem steigenden Geschäftsreise- und Individualtourismus. Deutschland ist und bleibt ein sehr beliebtes Reiseland, für die Deutschen und unsere ausländischen Besucher. Welche Schlüsselzahlen zu 2019 liegen Ihnen schon vor (Belegung, RevPar, Rate, Erlöse)? In den ersten zehn Monaten stiegen die Übernachtungszahlen im deutschen Beherbergungsgewerbe im Vorjahresvergleich um 2,6 Prozent auf 432,2 Millionen und der Umsatz nominal um 2,4 Prozent, preisbereinigt um 0,4 Prozent. …Wie beschreiben Sie die Gesamtlage nach dem 10. Rekordjahr in Folge? Obwohl ich schon an anderer Stelle einmal als „Spielverderber“ der euphorischen Hotel-Hochkonjunktur bezeichnet worden bin, werde ich meiner moderaten Einschätzung der Lage treu bleiben. …ff