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ZUKUNFT HOTEL: Dem empathischen Hotel gehört die Zukunft / Der Autor Harry Gatterer ist Geschäftsführer vom Zukunftsinstitut

200009

Das Konzept der Hotellerie war in den letzten Jahrzehnten geprägt von der Unterhaltung des Gastes. Nun, da wir als Gäste über-unterhalten und über-touristifziert sind, erreichen wir eine neue Bedürfnis-Ebene: Berührung. Wahre Begegnung, Sinn. Davon werden die kommenden Jahre erzählen und die Tätigkeit des Hoteliers zur ausgeprägten „Art of Hosting" erhöhen — mit dem empathischen Hotel. Seit Jahrhunderten gibt es Beherbergung als unternehmerische Idee. Aus heutiger Sicht lässt sich verkürzt sagen: Eigentlich immer schon hat es Menschen gegeben, die Raum für andere zur Verfügung stellten, um ihnen ein temporäres Dach über dem Kopf zu bieten. Sie haben dafür einen Gegenwert erhalten — mal Geld, mal Ruhm, mal Naturalien. In den letzten fünf Jahrzehnten ist diese lang etablierte Idee aber nochmal ganz neu gefordert worden: Nicht nur, dass mehr Menschen denn je auf diesem Planeten leben. Auch sind mehr denn je von ihnen unterwegs. Und brauchen dann, wenn sie an einem Ort jenseits ihres Zuhauses sind, eine Unterkunft. Das Phänomen Tourismus hat sich global eingepflanzt. Millionen von Menschen, ja ganze Staaten leben mittlerweile davon, dass wiederum andere Menschen irgendwohin reisen. Mit dem Ziel der Zerstreuung und der Anderswelterfahrung. … Es ist nicht einfach zu verstehen: Aber das Menschenbild wandelt sich. Wir sind permanent unterwegs, stehen ständig im Strom der Informationen. Reisen wird zur täglichen Aufgabe, aber Tourist will man eigentlich nicht mehr sein. Das Image des Touristen ist ein gestriges. Als Tourist ist man ausgeschlossen vom echten Leben, ausgeschlossen vom authentischen Treiben und eingeschlossen in eine hermetisch abgeriegelte Welt der sogenannten "Tourismusindustrie", die meist jedoch eine Fassade ist. Doch dieses Fassadenleben ist nicht mehr die Sehnsucht der Menschen. Sie wollen das andere, lebendige, echte Leben vor Ort. ...ff