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ZUKUNFT HOTEL: Fünf Trends und was sie für den Hotelier bedeuten / Der Autor Lukas Hochedlinger ist Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co.

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Wie sehr Veränderungen in der Gesellschaft das Gesicht der Hotellerie beeinflussen können, zeigt der Wandel, den die Branche vollzogen hat, seit sie sich an den Ansprüchen der Generationen Y und Z orientiert. Heute kommt kein Hotelier mehr an ihnen vorbei. Denn die Wünsche dieser ehemals neuen Zielgruppen werden morgen Standard sein. Individualität statt Schema F, Wohnzimmerflair statt Luxus, schnelles WLAN statt Schnickschnack — dieses Gästesegment hat Erwartungen, die sich nicht in rigide Sterne-Klassifizierungen pressen lassen. Selbst gehobene Hotels merken, dass ein Hotelgast keine Services mehr benötigt, die noch vor zehn Jahren die Norm waren: Check-in, Room-Service und Minibar sucht man immer öfter vergebens, die Zimmer werden kleiner, „unnötige" Dinge wie Kaffeemaschine und Telefon verschwinden. … Heute leben mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Der urbane Lebensstil erfährt ein Comeback, die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem verschwimmen. Ideal, wenn dann die einzelnen Lebensbereiche auch räumlich nah aneinander liegen: Wohnen, Einkaufen, Arbeiten, Freizeit — alles möglichst nur wenige Schritte voneinander entfernt. Darauf zu achten, dass ein Hotelkonzept an den jeweiligen Standort passt und die Infrastruktur gegeben ist, reicht daher heute oft nicht mehr. Tatsächlich geht der Trend vielmehr da hin, dass Hotels in der Nachbarschaft Maßstäbe setzen. Gerade im Lifestyle-Bereich dreht sich alles darum, Erlebniswelten für Gäste und Anwohner zu gestalten und selbst Destinationen zu kreieren. Vor allem junge Marken öffnen ihre öffentlichen Bereiche und schaffen Begegnungszonen. So werden aus der Lobby Bars, Discos, Cafés, aber auch Küchen zum gemeinsamen Kochen oder große Co-Working-Spaces mit Meetingräumen. The Student Hotel, Zoku — die mit WeWork zusammenarbeiten — oder Ruby Hotels sind dafür gute Beispiele. ...ff